Ariadne Daskalakis

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Ferdinand Ries

Violin Sonatas

Ariadne Daskalakis
Wolfgang Brunner

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Ferdinand Ries - Violin Sonatas
...ausgezeichnet mit dem österreichischem Radiosender Ö1 "Pasticcio Preis" 2016

Ferdinand Ries - Violin Sonatas
Warum eigentlich – so kann man angesichts dieser bei cpo erschienenen CD fragen – spielt die Musik des Komponisten Ferdinand Ries (1784–1838) im heutigen Konzertleben eine so untergeordnete Rolle? Drei Werke – die Sonate F-Dur op. 8 Nr. 1 (1807), die Sonate cis-Moll op. 71 (1812) und die Sonate B-Dur op. 16 Nr. 2 (1806) – haben die Geigerin Ariadne Daskalakis und der Pianist Wolfgang Brunner für ihre ebenso aufschlussreiche Einspielung ausgewählt und dabei ganz offensichtlich ein Maximum an musikalischem Abwechslungsreichtum angestrebt. Von Anfang an arbeiten die beiden Interpreten die dialogische Struktur der drei Werke heraus, stellen also, auch unterstützt durch den durchsichtigen Klang des verwendeten Fortepianos – eines Instrumentes, zu dem es leider keinerlei weitere Informationen im Booklet gibt – den Aspekt der Kommunikation in den Mittelpunkt ihrer Interpretation. Dabei kann das Duo immer wieder durch fintenreichen und dynamisch vielfältigen Zugang zu den Notentexten überraschen...

Mit klanglich ausgefeiltem Zusammenspiel unterstreichen Daskalakis und Brunner nicht nur diese energetischen musikalischen Situationen, sondern sie loten darüber hinaus auch die erstaunliche Tiefe des langsamen Satzes aus der ansonsten eher heiteren B-Dur-Sonate aus. Insgesamt ist hier eine sehr lohnenswerte Produktion entstanden, die wieder einmal darauf aufmerksam macht, wie beschränkt die heute in den Konzertsälen erklingende Musikauswahl eigentlich ist.

Dr. Stefan Drees, Klassik.com, 28. Dezember 2015